DIE
SIEBEN
TODSÜNDEN
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HOCHMUT.
Ist man hochmütig, so meint man damit oft auch die Arroganz, die Überheblichkeit. Eine Todsünde ist der Hochmut deshalb, weil er den Gegenpart zur christlich vorgesehenen Demut ist. Dieses Verhalten bringt nicht selten soziale Distanz mit sich, man überschätzt sich, man demütigt andere. Vielleicht sind auch sie nur zu schwach und sensibel? Wer sagt, dass der Hochmut die Wurzel allen Übels ist? Seid doch nicht so empfindlich, es gibt halt Menschen, die besser sind als ihr~
GEIZ.
Geiz ist ein Mangel an Sicherheit und ein Mangel an Vertrauen in die Fülle des Lebens. Geiz bedeutet, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten nicht zu zeigen und nicht zu nutzen. Es bedeutet, sich selbst zu beschränken und sich nicht weiter zu entwickeln. Man fürchtet sich davor, alles zu verlieren und in Armut zu leben. Im Gegensatz zu den materiellen Gütern, die auch ein Geiziger unter Umständen anhäufen kann, sieht es auf der geistigen Ebene anders aus: wer seine Fähigkeiten nicht nutzt und die Früchte daraus an andere weiter gibt, wird sie verlieren.
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NEID.
Neid – er vergiftet Seelen, nagt an Freundschaften sowie Partnerschaften und spaltet Gesellschaften. Er ist das Ergebnis des Wettstreits und ein Grundempfinden des Menschen. Gleichzeitig ist Neid die Aufrichtigste Form der Anerkennung. Er setzt sich aus drei Grundemotionen zusammen : Trauer, Wut und Ärger. Gleichzeitig besteht er aus Minderwertigkeitsgefühlen und Feinseligkeit. Neid entsteht, wenn wir uns mit einem anderen vergleichen und feststellen, dass dieser etwas hat, das wir nicht besitzen, aber für sehr erstrebenswert halten.Schlaflosigkeit, Selbstzweifel, Einsamkeit und Krankheit sind meist die Folge für den Einzelnen, jedoch kann er den Menschen nicht nur ins Verderben stürzen. Starke Persönlichkeiten können durch Neid dazu angespornt werden, sich anzustrengen und ehrgeizig zu werden. Neid kann also durchaus zum Ansporn werden. Jedoch ist es jedem Menschen selbst überlassen, wie er handelt und entscheidet, ob er sich durch Neid ins Verderben treibt oder sich weiter durchs Leben kämpft.
ZORN.
Was gibt es groß zum Zorn zu sagen? Jeder war schon einmal wütend. Meistens führt Zorn dazu, dass man unbedachte Dinge tut und was führt das mit sich? Ärger. Und Unbeliebtheit. Vergleicht Zorn nicht mit Wut. Zorn richtet sich augenblicklich gegen eine Person, Wut explodiert in alle Richtungen und trifft jeden. Rache, Hass, Kränkung, alles kann den Zorn nähren. Satan ist der Dämon des Zorns, und Zorn ist der Antagonist des Sanftmuts.
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WOLLUST.
Die Wollust ist eine sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität, der Befriedigung oder bei sexuellen Phantasien erlebt wird. Wollust schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein. Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien starke Triebkräfte und Verlockungen. Sie ist durchaus in der Lage ihre Lust auch auf andere zu übertragen und diese zu manipulieren.
VÖLLEREI.
Die Völlerei ist die Charaktereigenschaft, das Laster, eines Menschen, die ihn zu einem ausschweifenden und maßlosen Leben führt. Nach katholischer Tradition lässt jene den Menschen undankbar gegenüber Gott und der Gabe des Lebens werden. Die Strafe für diese Todsünde ist die Verbannung in die Hölle und das Erleiden ewiger Schmerzen. Deshalb führen Nonnen, Mönche und sehr gläubige Christen ein bescheidenes Leben. Der Völlerei steht somit die christliche Tugend der Mäßigung gegenüber.
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TRÄGHEIT.
Viel gibt es zur Trägheit - oftmals auch einfach als Faulheit bezeichnet - sicherlich nicht zu sagen. Zur Trägheit gehört nicht nur der körperliche Unwille, etwas zu arbeiten oder sich anzustrengen, nein, auch geistige Trägheit ist oft zu finden. Wer körperlich "träge" - faul - ist, dem fehlt der Wille, sich körperlich zu betätigen, irgendetwas zu arbeiten, und sei es nur das Aufstehen und der Weg zum Kühlschrank. Wer jedoch geistig faul ist, der mag wohl einer sein, der es sehr wohl zu etwas bringen könnte, jedoch, schlicht und einfach, zu faul dazu ist, sich einmal hinzusetzen und nachzudenken. Geistige Faulheit ist daher vor allem in der Schule zu finden { Na, wen wundert's. c; }. Träge Personen lassen sich daher auch nur schlecht für Neues begeistern - immerhin sind sie zu faul, es auszuprobieren. Sie bleiben lieber ihrem alten Trott treu. Nur weniges, was ihnen wirklich Spaß und Freude bereitet, ist ihnen wert, sich körperlich zu betätigen. Doch dies muss dann schon wichtig sein!